Foto: Slg. Österreichisches Kabarettarchiv

Peter Lodynski

* 12. Oktober 1936 in Wien

Schauspieler, Regisseur, Kabarettist, Autor
 

Lodysnki studierte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte in Wien und besuchte daneben die Schauspielschule Krauss und die Filmakademie. Er war auch als Film- und Fernsehjournalist für die Tageszeitung Neues Österreich tätig.

Sein erstes Kabarett-Programm mit dem Titel „Man trägt wieder Hirn“ führte er im Dezember 1961 mit Akteuren der Schauspielschule und Theaterwissenschaften auf. Hans Weigel war es, der ihm daraufhin riet, die Kabarettlaufbahn einzuschlagen.

Im April 1962 debütiert er in Gerhard Bronners Neuem Theater am Kärntnertor im Programm „Sumper fidelis“. Im Herbst 1963 lösten sich einige Ensemblemitglieder von Bronner, um unter der Leitung von Kuno Knöbl und Lodysnki ein neues Kabarett, „Der Würfel“, zu eröffnen.

Lodynski war Darsteller, Autor und Bühnenbildner und ab 1965 alleiniger Leiter des „Würfel“. Nach Auflösung des „Würfel“ führte Lodynskis Weg zum ORF-Fernsehen (wo seit 1967 Knuo Knöbl Unterhaltungschef war), wo er rund 200 Musik- und Unterhaltungsproduktionen machte. Darunter die mehrfach ausgezeichnete Produktion „Lodynskis Flohmarkt Company“ (1971). In den 1990er Jahren war er auch in der TV-Serie von Helmut Zenker „Tohuwabohu“ zu sehen.

Mitte der 1980er Jahre kehrte er wieder auf die Bühne zurück – als Schauspieler und als Kabarettist. Sein erstes Solo hieß „Anbiedermeier“, dem „Saldo mortale“ und „Schmerzfrei“ (1992) folgten. Diese Programme waren politische, humorvoll und visuell gut verpackte Zeitkritik; er arbeitete mit Magie, Illusionen und Zaubertricks, in die er seine Szenen, Lieder und Satiren einbaute.

Darüber hinaus schreibt Lodynski Bühnenstücke und Satiren, die er auch in Buchform veröffentlicht.

Peter Lodynski war in erster Ehe mit Mirjam Dreifuss verheiratet; sein Stiefsohn ist Christoph Fälbl.

Lodynski erhielt 2002 das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und 2008 die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Silber.

Sammlung Peter Lodynski im ÖKA