Elisabeth Neumann-Viertel

* 5. April 1900 in Wien; † 24. Dezember 1994 in Wien

Schauspielerin, Kabarettistin
 

Elisabeth Neumann wuchs in Wien auf, besuchte die renommierte Schwarzwaldschule und ging 1919 nach München, um bei Otto Falckenberg in den Münchner Kammerspielen zu spielen und sich ausbilden zu lassen. Danach war sie kurz in Brünn engagiert.

Von 1923 an ist Neumann in Berlin u. a. am Deutschen Theater, wirkte an den Revuen von Marcellus Schiffer, der sie fürs Kabarett entdeckte, mit und trat in Werner Fincks Katakombe und in Leo Hirschs Kabarett Die Wespen auf.

1933 erhielt sie in Deutschland Auftrittsverbot und kehrte 1934 nach Wien zurück. Hier spielte sie u. a. in der Stachelbeere, in der Literatur am Naschmarkt und im ABC.

1938 konnte sie über Zürich, Paris und London in die USA emigrieren. Dort arbeitete sie in den deutschsprachigen antifaschistischen Rundfunksendungen „We Fight Back“ mit oder spielte im Kabarett der Refugee Artists Group von Victor Gruen (Viktor Grünbaum), im New Yorker Kabarett der Komiker sowie in einigen Spielfilmen.
1940 lernte Elisabeth Neumann ihren späteren Ehemann, den Schriftsteller und Regisseur Berthold Viertel (1885-1953), kennen, den sie 1949 heiratet.

1948 kehrte sie nach Europa zurück, zunächst in die Schweiz; 1949 wieder nach Österreich.
1953 zog sie nach München, wo sie in der Kleinen Freiheit und wiederum in den Kammerspielen auftrat, bevor sie sich schließlich endgültig in Wien niederließ.
Elisabeth Neumann-Viertel spielte hier noch im hohen Alter Film- und Fernsehrollen.