Josef Hader ...
... wird mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2022 ausgezeichnet
Der Deutsche Kleinkunstpreis, der seit 1972 vom „unterhaus“ in Mainz vergeben wird, geht 2022 in der Sparte Kabarett an Josef Hader für sein neues Programm „Hader on Ice“ (Regie: Petra Dobetsberger).
Einer „der ganz Großen“ des Kabaretts, so die Jurybegründung, werde damit ausgezeichnet. Mit der Erschaffung und „überwältigenden Darstellung“ seiner „erbarmenswert zynischen und von zügelloser Hybris beseelten“ Kunstfigur im aktuellen Programm sei es ihm gelungen „einen ebenso verkommenen wie verlorenen Charakter auf die Bühne zu stellen“.
In der Sparte Chanson/Lied/Musik wird Katie Freudenschuss geehrt, für die Kleinkunst-Sparte nimmt Carmela de Feo den Preis entgegen. Den Förderpreis der Stadt Mainz bekommt Tino Bomelino und der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz geht an Thomas Freitag. Zum zweiten Mal erst wird ein Preis in der Sparte Stand-Up-Comedy vergeben; dieser geht an Till Reiners.
Die Verleihung des 50. Deutschen Kleinkunstpreises soll am 6. März 2022 in Mainz stattfinden.
Wir gratulieren sehr herzlich!
Infos & Termine: Josef Hader oder Agentur Hoanzl
Georg Kreisler – 10. Todestag
Am 22. November 2011 verstarb Kreisler in Salzburg
Georg Kreisler, geboren 1922 in Wien, musste 1938 emigrieren. 1955 kehrte er, inzwischen US-amerikanischer Staatsbürger, nach Wien zurück und fand sich für kurze Zeit als Autor, Komponist und Darsteller im Ensemble um Bronner/Merz/Qualtinger wieder.
Danach schrieb er weiterhin Chansons für Solo- und Duoabende, (musikalische) Bühnenstücke, Gedichte, Kurzgeschichten, Romane, Satiren und autobiografische Texte.
Für sein Œuvre erhielt er mehrere Auszeichnungen, u. a. einen „Stern der Satire“ am „Walk of Fame des Kabaretts“ in Mainz sowie den Friedrich Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg.
Geburtstag des österreichischen Kabaretts
16. November 1901 | Jung-Wiener Theater zum lieben Augustin
Felix Salten eröffnete mit allem Pomp & Trara am 16. November 1901 im Theater an der Wien das erste literarische Kabarett Österreichs, das „Jung-Wiener Theater zum lieben Augustin“, mit einem weit gefächerten Programm von Uhlands Ballade „Des Sängers Fluch“, vertont von Robert Schumann, über Frank Wedekind mit seinen Bänkelliedern bis hin zur beliebten Volksschauspielerin Hansi Niese.
Beim Großteil der Presse und beim überwiegend konservativen Theaterpublikum fiel dieser erste Kabarettversuch durch.
Nach acht Vorstellungen musste Salten das Projekt beenden, nicht ohne einen großen Schuldenberg. Er bezeichnet das gesamte Unternehmen später als „Der grösste Durchfall meines Lebens“.
GESAMTkabarettWERK
Neuer Beitrag im November
Unser GESAMTkabarettWERK ist wiederum angewachsen. Diesmal bespricht der Schriftsteller, Kabarett-Autor und Satiriker Manfred Koch in einer Doppelconférence seine Arbeit mit sich selbst unter dem Titel „Angewandte Schizophrenie“.
GESAMTkabarettWERK: Eine Online-Reihe des Österreichischen Kabarettarchivs, die Einblick in die Kabarettszene aus verschiedenen Blickwinkeln gibt!