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30. März 1948 in Gmunden (Oberösterreich), 9. März 2010
in Salzburg Kabarettist, Autor, Kolumnist Christian
Wallner wuchs in Wels auf, wo er auch das Gymnasium besuchte. Danach begann er
in Salzburg Latein, Geschichte und Publizistik zu studieren. Daneben und danach
arbeitete er für den ORF und für deutsche Sendeanstalten, für Tageszeitungen
sowie Magazine und begann mit dem Schreiben von Lyrik und Essays. Er verfasste
auch Prosa, Hörspiele und Texte fürs Theater. Er war u. a. Stipendiat
am "Dramatischen Zentrum" Wien, Dramaturg am Landestheater Salzburg,
"writer in residence" an der University of Texas/Austin, absolvierte
Gastvortragsreisen durch die USA und Polen und hielt Lehrveranstaltungen an der
Universität für Bildungswissenschaften in Klagenfurt. Bis 1980 war
Wallner u. a. Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Wespennest" und Gründungsmitglied
der Zeitschrift "Salz". Wallner war ebenso mehrere Jahre hindurch
Vorstandsmitglied der "Grazer Autorenversammlung", der "Szene Salzburg"
und des "Kleinen Theaters". Er war Gründer, Autor und Darsteller
der Kabarettgruppe "MotzArt" (1977) sowie Gründer und Programmgestalter
des Kabarett-Festivals "MotzArt" (1983). Daneben schrieb er wöchentlich
Kolumnen für die "Salzburger Nachrichten" (ab 1991) und hielt Seminare
für kreatives Schreiben in der Toskana ab. Christian Wallner hat sich
aber auch größte Verdienste um die ARGEkultur Salzburg erworben. Wallner
wurde mit dem Förderungspreis des Landes Salzburg (1972) und dem Staatsstipendium
für Literatur (Prosa, 1973) ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde ihm
1998 das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg und 2005 der Titel Professor
verliehen. Christian
Wallner war bis 2004 Vorstandsmitglied des ÖKA und hat sich sehr für
die Erhaltung und Finanzierung des ÖKA, auch nach seinem Ausscheiden aus
dem Vorstand, eingesetzt. Seine Verbundenheit mit dem ÖKA zeigte sich
nicht nur durch seinen Auftritt bei der Galaveranstaltung zur Wiedereröffnung
des ÖKA in Straden 2005. Wallner lud in den vergangenen Jahren ÖKA-Ausstellungen
begleitend zum MotzArt-Festival in der ARGEkultur Salzburg ein. Sein Heimgang
ist für seine Familie und Freunde ein großer Verlust, wie auch für
das ÖKA, war er doch ein Mitstreiter mit viel Charakter und äußerst
menschlichem Format. |