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12. Dezember 1919 in Wien, 4. Mai 2009 in Wien Schauspieler, Kabarettist,
Komödiant, Rezitator, Autor Fritz
Muliar begann seine Bühnenkarriere nach Abschluss eines Schauspiel- und Gesangsstudiums
am Wiener Konservatorium im literarischen Kabarett der Zwischenkriegszeit. Er
debütierte 1937 in Stella Kadmons "Der Liebe Augustin". 1938 ging
er ins Engagement nach Innsbruck, spielte danach im "Simpl" und wurde
schließlich von der Deutschen Wehrmacht eingezogen. Nach Ende des Zweiten
Weltkrieges war Muliar u. a. Sprecher bei der Sendergruppe Alpenland in Klagenfurt,
von wo er Ende 1945 nach Graz an die Kleinkunstbühne "Der Igel - Das
kleine Zeittheater" engagiert wurde. Ab 1948 war Muliar wieder in Wien
tätig. Er spielte an verschiedenen Theatern und trat in Nachtkabaretts auf.
1951 holte ihn Karl Farkas an den "Simpl", wo Muliar mit Unterbrechungen
bis 1965 auftrat. Daneben spielte er im Volkstheater, danach im Theater an der
Josefstadt und im Burgtheater, dessen Mitglied er 1974 wurde. Darüber
hinaus verkörperte Fritz Muliar mehr als 200 Film- und Fernsehrollen, eine
seiner bekanntesten war zweifelsohne die Titelrolle in "Die Abenteuer des
braven Soldaten Schweijk". Zudem gab Fritz Muliar immer wieder Rezitationsabende
hauptsächlich mit Literatur der Zwischenkriegszeit. Bis zuletzt spielte er
im Theater an der Josefstadt. | |
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Eine
Auswahl
Damit ich nicht vergesse, Ihnen zu erzählen. Hamburg 1967. Streng indiskret!
Aufgezeichnet v. Eva Bakos. Mit 13 Zeichnungen v. Rudolf Angerer u. 52 Kunstdruckbildern.
Zsolnay Vlg., Wien-Hamburg 1969. Fritz Muliar, Das Beste aus meiner
jüdischen Witze- und Anekdotensammlung. 1974. Wenn Sie mich fragen ...
Aufgezeichnet v. Trude Marzik. Rowohlt., Reinbek 1974. Die Reise nach Tripstill
und zurück. Mit einem Nw. v. György Sebestyen. Rowohlt Vlg., Reinbek
1980. Österreich, wohin man schaut. Athenäum Vlg., Königstein
1983. War's wirklich so schlimm? Erinnerungen. 1994. Melde gehorsamst,
das ja! Meine Lebenserinnerungen. Styria 2003.
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