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28. Juni 1932 in Patergassen (Kärnten), 26. August 1990 in Wien
Schriftstellerin, Journalistin, Kabarett-Autorin Vater Röntgenologe,
Mutter Krankenschwester. Nach der Matura mit Blickrichtung auf das vorbestimmte
Medizinstudium und die programmierte Mitarbeit im Röntgeninstitut
Ausbildung zur Röntgenassistentin. Als sich eine physische Unverträglichkeit
der Röntgenstrahlen herausstellt, beginnt Erika Molny auf Wunsch der Eltern
und gegen die eigene Neigung ein Welthandelsstudium in Wien. Nach dessen Abschluss
einschlägige berufliche Tätigkeit, vor allem als Fremdsprachenkorrespondentin.
Daneben Übersetzungen von Theaterstücken aus dem Italienischen, englisches
Lektorat und erste Schreibversuche (Kurzprosa, Glossen für die "Wiener
Zeitung"). Nach der Eheschließung mit dem Autor und Journalisten
Thomas Pluch 1960 stärkere Ermutigung zum Schreiben und erste Kontakte mit
dem Fernsehen. Die Geburt der Töchter Barbara (1965) und Agnes (1968) begünstigt
den Entschluss Molnys, den Beruf der Schriftstellerin zu ergreifen und ihn in
den eigenen vier Wänden auszuüben. Am Beginn lag der Schwerpunkt ihrer
beruflichen Tätigkeit auf journalistischem Gebiet (sie arbeitete als Fernsehkritikerin
und Kolumnistin u. a. für die "Wiener Zeitung, "Hör zu",
"profil" und "AZ"). Fallweise schrieb sie auch Werbetexte
für die Firma Henkel. Später verfasste sie Hörspiele, satirische
Texte, Fernsehdrehbücher (u. a. "Die Strudelhofstiege"), Lyrik,
Prosa, Romane, ironisch-satirische Revuen und Kabarett-Texte. Zunächst für
die TV-Reihe "Magazyniker", ab 1975 regelmäßig für die
"Münchner Lach- und Schießgesellschaft", später für
die "Schmetterlinge", die "Mimosen", die "Emmis"
und das erste Programm der 1987 gegründeten "Menubeln". Sie verfasste
auch Texte für "Hosenträger Unltd.", Dolores
Schmidinger und Erwin Steinhauer, mit dem sie
kontinuierlich zusammenarbeitete, sowie satirische Revuen "Mir san net aso"
mit Götz Kauffmann, Emmy Werner und Johanna Tomek im Theater Drachengasse,
oder "Alles Walzer" für die Kammerspiele (1988). Erika Molny
veröffentlichte mehrere Bücher, darunter Romane, Erzählungen, Kurzprosa
und Lyrik. | |
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Eine Auswahl Molny, Erika, Bruchstücke. Roman. Edition
Junge Literatur, Wien 1984. Die Frau des Malers. Roman. Editioin S.,
Wien 1988. Man müsste mit jemandem reden können ... Texte.
Edition S., Wien o.J (1985). Das Fest des Hahns. Erzählungen aus
dem Nachlaß. Edition S., Wien 1991. Kabarett-Texte in
Steinhauer, Erwin, Café Plem Plem. 15 Jahre Kabarett. Hrsg. v. Helmuth
A. Niederle. Vw. v. Werner Schneyder. Ueberreuter, Wien 1989.
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