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9. März 1923 in Wien Schauspielerin, Kabarettistin, Chansonniere, Komponistin,
Schriftstellerin
Der Vater arbeitet bei der Eisenbahn, was oftmalige Ortswechsel mit sich bringt.
Schlussendlich landet die Familie in Hinterberg bei Leoben. In Leoben beginnt
Gerda Klimek eine Lehre bei einem Fotografen, etwa gleichzeitig besucht sie die
Musikschule und tritt dem Kirchenchor bei. Bald wechselt sie die Stelle und wird
zahnärztliche Assistentin; dort lernt sie auch ihren späteren Mann,
Sepp Trummer, kennen, der als Patient in die Ordination kommt. Ihrer Begeisterung
für Theater, Musik und Literatur folgend, beginnt sie früh zu schreiben,
Noten zu lesen, Instrumente zu spielen, nimmt Sprechunterricht: Sie will zum Theater.
Ende 1944 allerdings wird sie dienstverpflichtet und im Norden Deutschlands zur
Funkerin ausgebildet. Nach dem Ende ihrer Militärzeit spielt sie in Leoben
Theater. Die Eltern ermöglichen ihr 1946 das Studium an der Schauspielschule
in Graz, dort legt sie auch die Schauspielprüfung ab und wird am Landestheater
engagiert. Gleichzeitig nimmt sie Gesangs- und Musikstunden am Konservatorium.
Ende der 1940er Jahre: Beginn der gemeinsamen jahrzehntelangen Rundfunkarbeit
mit Sepp Trummer bei der "Sendergruppe Alpenland" (heute ORF-Landesstudio
Steiermark). Hier ist sie sowohl als Autorin wie Darstellerin gefragt; Schwerpunkte
sind Radiokabarett sowie Live-Auftritte. 1952 Heirat, 1956 und 1960: Geburt
der beiden Töchter Susanne und Constanze. Mitte der 1950er Jahre tritt
das Ehepaar Klimek-Trummer wiederholt (vor allem in Deutschland) mit Maxi
Böhm auf. Neben Haushalt, Kindererziehung und Radioarbeit schreibt
Gerda Klimek ab Anfang der 1960er Jahre Texte für Grazer Kabarett-Ensembles
wie "Forum Zoo", "Die Tellerwäscher" oder den (Wiener)
"Würfel", verfasst Beiträge zu Gerhard
Bronners TV-Sendungen wie "Zeitventil" und steuert in den 1970er
Jahren Texte für den "Villacher Fasching" bei. 1975 textet
und komponiert sie gemeinsam mit Lore Krainer ein 'Weiberkabarett'
anlässlich des Jahres der Frau: "Weiber, Weiber, Weiber", mit dem
beide sowohl auf renommierten österreichischen Bühnen wie auch im TV
zu sehen sind. 1977 spielt und textet sie zusammen mit Ewald Autengruber für
die "Kabarocker", das Barockkabarett Schielleiten. Ab 1978 ist sie für
zehn erfolgreiche Jahre Mitautorin, -komponistin und Darstellerin des Grazer Kabarett-Ensembles
"Die Gal(l)eristen". Im Laufe der Jahre schreibt Gerda Klimek mehrere
hundert Chansontexte, die sie teilweise auch selbst vertont. Texte wurden unterdessen
auch in mehrere Fremdsprachen übersetzt. Ab 1977 betreut Gerda Klimek
23 Jahre lang die "Wildoner Schloßspiele" als künstlerische
Leiterin, Regisseurin und Dramaturgin, bzw. Dramatikerin. 1977 erscheint auch
ihr erstes Buch, dem bis heute knapp dreißig Bände unterschiedlichsten
Inhaltes folgen. Klimek publizierte aber auch schon davor. Jahrelang schrieb sie
Kolumnen, Serien, Interviews (teilweise mit Sepp Trummer) für die steirische
Tageszeitung "Kleine Zeitung". Daneben verfasst Gerda Klimek niveauvoll-fröhliche
Conférencen für diverse Veranstaltungen, konzipiert, organisiert und
veranstaltet unterschiedlichste Feste, Wettbewerbe, Reihen, wie z. B. in den 1980er
Jahren das Museumsfest des Landemuseums Joanneum oder den Kinder-Kompositionswettbewerb;
zwischen 1990 und 1999 den "Musikalisch-literarischen Salon" im Grazer
Hotel Erzherzog Johann unter ständiger Mitwirkung von Sepp Trummer und Karlheinz
Donauer. Dazu lud sie immer wieder namhafte Gäste wie Hugo Wiener, Cissy
Kraner, Walther Reyer, Trude Marzik oder den Rockbarden Wilfried ein. In ähnlicher
Weise fand zwischen 1997 bis 2005 die "Blaue Stunde" statt. 2004 startet
der musikalisch-literarische Rundgang durch die Stadtbezirke: "Grazer Wege".
Im neuen Jahrtausend organisiert sie unermüdlich musikalisch-literarische
Einzelveranstaltungen an verschiedensten Orten, wie z. B. das "WeinLeseFest",
"Trummers Trödelladen", "In einem kleinen Café
",
"Auf nach Schokoladien", "Aufstand der Textdichter" oder "Am
Tag als der Regen kam". Gerda Klimek ist Erste Vizepräsidentin des
"Steirischen Tonkünstlerbundes", erhielt 1993 die "Große
Goldene Erzherzog-Johann-Medaille" und 1994 den Professorentitel.
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Eine Auswahl Österreichisch gelacht. Ein Vorwörterbuch
des Humors. Illustr. v. Gottfried Pils. Vlg. Ploetz und Außerhofer, Graz
1977. - Ein Lächeln für das ganze Jahr / Die andere Seite. Vlg.
Ploetz und Außerhofer, Graz 1978. Rudolf Carl. Mein Leben war
lebenswert. Nacherzählt v. Gerda Klimek. Vlg. Ploetz und Außerhofer,
Graz 1979. So ein Theater. Geschichten aus dem Grazer Theaterleben,
Oper, Schauspiel, Kabarett und Funk. Vlg. f. Sammler, Graz 1989. Ich
bin die Zwetschnik. Aus dem Leben einer Raumpflegerin. Leykam 1989.
Einmal wieder Adam sein. Chansons zum Lesen. Edition Strahalm, Graz 1992. Mit
Zeichnungen d. Autorin. (Hg.), Künstler kochen gerne. Edition Strahalm,
Graz 1993. Mund auf ... Augen zu. Mit Graphiken v. Heimo Binder. Edition
Strahalm, Graz 1994. Aufdenken. Weisheiten der Welt auf steirisch. In
der Übersetzung von Gerda Klimek. Edition Strahalm, Graz 1995.
Sepperl, fast ein Bilderbuch. Edition Strahalm, Graz 1996. Das große
steirische Hausbuch. Illustr. v. Brigitte Heiden. Edition Strahalm, Graz 1998.
Böse Lieder jenseits von Siebzig. Edition Strahalm, Graz 1999.
Geh' mit Gott, aber geh'. Edition Strahalm, Graz 2001. Müll in
Moll. Edition Strahalm, Graz 2001. Rückkehr ins Nichts ... und
andere Erzählungen. Edition Strahalm, Graz 2001. Wunderbare alte
Leute. Edition Strahalm, Graz 2001. Mit dem Finger im Spinat. Edition
Strahalm, Graz 2008.
Eine Auswahl Die Gal(l)eristen, Wir vom Kabarett. Gepa records, 1982.
Mit Gerda Klimek, Sepp Trummer, Franz Friedrich, Ewald Autengruber. LP. Klimek,
Gerda u. Sepp Trummer, Lachen wieder erlaubt. Unikum, o.J. LP Gerda Klimek
vertont Gerda Klimek. CD
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