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11. Oktober 1961 in Wien Kabarettist, Schauspieler, Autor, Satiriker
Nach der Matura beginnt Alfred Dorfer 1980 an der Universität Wien Theaterwissenschaften
und Germanistik zu studieren. Das Studium bricht er jedoch unmittelbar vor dem
Abschluss ab (er holt ihn 2007 nach; das Thema seiner Diplomarbeit lautet: "Totalitarismus
und Kabarett") und absolviert ab 1982 ein Schauspielstudium u. a. bei Herwig
Seeböck, Gerhard Tötschinger, Sami Molcho, Giora Seeliger. In
diese Zeit fällt auch die Gründung der Kabarettgruppe "Schlabarett",
deren Protagonisten Alfred Dorfer und Peter Wustinger sind. Gemeinsam mit Andrea
Händler treten sie 1984 erfolgreich mit ihrem Programm "Am Tag davor"
beim "Sprungbrettl" im Wiener Kabarett Niedermair auf. 1985 entsteht
- Roland Düringer kommt als Vierter zur Gruppe
- das erste zusammenhängende Kabarettstück, "Atompilz von links",
für das die Schlabarettisten auch den Österreichischen Kleinkunstförderungspreis
im selben Jahr bekommen (Wustinger verabschiedet sich und wird durch Reinhard
Nowak ersetzt). Für das nachfolgende Programm "Kultur gegen alle"
(1986) bekommt die Gruppe den "Salzburger Stier 1987". Es folgen: Woody
Allens "Tod und Gott" (1987), "Sein und Schwein" (1988), "Planlos"
(1988), "Fröstl" (1990), "Muttertag" (1991) sowie "Mahlzeit"
(1992). Daneben spielt Dorfer Theater, in Filmen und führt Regie. 1989
beginnt seine Zusammenarbeit mit Josef Hader im Programm
"Freizeitmesse". 1991 wirkt er bei der ORF-Produktion "Hader fürs
Heim" mit und zusammen mit Hader verfasst und spielt
Dorfer das satirische Theaterstück "Indien", für das sie 1992
den Österreichischen Kleinkunstpreis erhalten. "Indien" wird ab
diesem Jahr an diversen deutschsprachigen Bühnen aufgeführt und 1993
von Paul Harather mit Hader und Dorfer verfilmt. Mit der
Lesung des Theaterstücks sind Dorfer und Hader auch
immer wieder zu sehen. Seine Kabarett-Solo-Karriere startet Alfred Dorfer 1993
mit dem Programm "Alles Gute". Die weiteren Programme bestreitet er
mit einer dreiköpfigen Live-Band (Peter Herrmann, Günther Paal und Lothar
Scherpe): "Ohne Netz" (1994), "Badeschluß" (1996), "heim.at"
(2000), für das ihm der Deutsche Kleinkunstpreis 2002 in der Sparte Kabarett
verliehen wird (2000), und das aktuelle "fremd" (2006). Seine Programme
sind in sich geschlossene Theaterstücke, seit er mit Band spielt haben sie
auch Show-Charakter. Die Musiker sind mehr als eine Begleitband, sie werden als
selbständiger Part in diese theater-musikalische Kabarett-Form eingebaut.
Dorfer tritt mit seinen Programmen im gesamten deutschen Sprachraum auf. Daneben
wirkt Dorfer als Filmschauspieler und -Autor, so zum Beispiel in "Muttertag"
(nach dem gleichnamigen Schlabarett-Stück (1994) und in den überaus
erfolgreichen Filmen "Freispiel" (1995) mit Lukas
Resetarits sowie "wanted" (1999). 2003 entsteht "Ravioli",
ein Kinofilm basierend auf Elementen aus "heim.at". 2007 übernimmt
er eine Rolle im Film "Freigesprochen", basierend auf "Der jüngste
Tag" von Ödön v. Horváth (Regie: Peter Payer). Im TV
ist Dorfer 1997 in einer Hauptrolle im Fernsehfilm "Qualtingers Wien"
(Buch: Dorfer/Sicheritz) zu sehen; 1998 beginnt die TV-Reihe "MA 2412"
nach dem Schlabarett-Stück "Mahlzeit" mit Roland
Düringer (Regie: Harald Sicheritz). 2004 startet die satirische ORF-Talkshow
"Dorfers Donnerstalk", die Alfred Dorfer gemeinsam mit Florian Scheuba
und Günther Paal gestaltet. Dafür erhalten Dorfer, Scheuba und Erich
Schindlecker auch die "Goldene Romy 2004" für die "beste Programmidee".
Im Jahr 2000 wurde Dorfer bereits mit einer "Goldenen Romy" für
den beliebtesten Schauspieler ausgezeichnet. Ab 2005 gibt es für "Donnerstalk"
ein neues Konzept (ohne Florian Scheuba), wofür Dorfer und David Schalko
den Erich-Neuberg-Preis (2006) erhalten. Ab April 2007 wird "Dorfers Donnerstalk"
live ausgestrahlt. 2005 verfasst Dorfer das Buch zur TV-Serie "11er Haus":
50 Jahre Fernsehen in zehn Folgen. Außerdem schreibt Dorfer Kolumnen für
die "Süddeutsche Zeitung" und "Die Zeit". 2007 veröffentlicht
er sein erstes Buch "Wörtlich. Satirische Texte", aus dem er immer
Lesungen gestaltet. 2009 erhält Dorfer als erster Österreicher den
Hauptpreis des "Bayrischen Kabarettpreises",
der vom Bayerischen Rundfunk in Zusammenarbeit mit dem Münchner Lustspielhaus
vergeben wird. |
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 Wörtlich.
Satirische Texte. Blessing, München 2007.
Eine Auswahl eins.
Vertrieb: Hoanzl. zwei. Vertrieb:
Hoanzl. Ohne Netz. Freispiel. Hader, Josef u. Alfred Dorfer, Indien.
2 Cds.
Video
dorfers donnerstalk. heim.at ravioli. MA 2412. Wanted. Badeschluß. Ohne
Netz. Alles Gute. Muttertag. Freispiel. Sein und Schwein. Atompilz
von links. Hader fürs Heim. ORF, 1991. Ein Fernseh-Kabarett u.a. mit
Maria Hofstätter und Alfred Dorfer. Hader, Josef u. Alfred Dorfer, Indien.
Der Film. DVD Dorfers
Donnerstalk vol. 1-8. Vertrieb: Hoanzl. heim.at
ravioli. Vertrieb: Hoanzl. Wanted.
Vertrieb: Hoanzl. Badeschluss. Vertrieb:
Hoanzl. Freispiel. Vertrieb: Hoanzl. Atompilz
von links. Vertrieb: Hoanzl. MA 2412 - die
Staatsdiener. Vertrieb: Hoanzl. heim.at.
Best of Kabarett, 04.
Vertrieb: Hoanzl. |