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    Herbst 2016 | neue PublikationsreiheWander-Ausstellungen | neue Bücher | Neu im ÖKA


 

 

  


Im Herbst 2016 erscheint der zweite Band der österreichischen Kabarettgeschichte

"... und Lachen hat seine Zeit"
Kabarett zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder
von
Iris Fink und Hans Veigl

Näheres zum Erscheinungstermin und zur Präsentation bald - auf dieser Seite!

Infos zu Band 1 "Lachen im Keller" Kabarett und Kleinkunst in Wien 1900 bis 1945

 

 


Bücher - Neuerscheinungen

[Rezension: Mathias Ziegler "Karl Kraus’ Kaffeehaus-Kleinkrieg" in der Wiener Zeitung]


Das Österreichische Kabarettarchiv präsentiert seine neue Reihe

"ALLOTRIA" - eine Textreihe für Satiren, Polemiken, Parodien & Pamphlete

beabsichtigt, in zwangloser Folge kabarettistisch und kulturell bedeutsame, mitunter auch längst vergriffene, unterdrückte oder vergessene Werke satirischer oder polemischer Natur von der josefinischen Aufklärung über den Frühliberalismus bis hin zu deren gegenwärtigen Befunden herauszugeben.
Die Bücher mit ihren wiederentdeckten Erzählungen, Erwiderungen und aktuellen Erwartungen, die hier vorgestellt werden, verbindet, wie Peter Sloterdijk es formulierte, die Idee, jeder Band und jeder Leser unternähme gleichsam "eine Expedition in eine unvergangene Vergangenheit, die in den Bestand der heutigen Verhältnisse eingebrannt ist. Die Geschichte, die zu erzählen ist, spielt bereits in dem erweiterten Jetzt, das wir Modernität nennen. Alles, was sich in dieser größeren Gegenwart zuträgt, ist gewissermaßen von heute und könnte von beliebigen Zeitungen als Nachricht vom Tage gemeldet werden, falls Zeitungen von dem berichteten, worauf es ankommt." (Peter Sloterdijk, Der Zauberbaum. Die Entstehung der Psychoanalyse im Jahr 1785. Ein epischer Versuch zur Philosophie der Psychologie. Frankfurt/M. 1985, S. 15.)
Die einzelnen Bände der Reihe sind durchwegs mit biographischen und editorischen Hinweisen versehen, enthalten neben Abbildungen, dort wo es sinnvoll erscheint, Textanmerkungen, literarische und ideengeschichtliche Hinweise, ein Stichwort zur Zeit sowie eine Auswahlbibliographie.

Wir eröffnen die Reihe programmatisch mit einer klassischen Satire, nämlich mit "Die demolirte Literatur", die der 22jährige Karl Kraus 1896 verfasste und in der er mit den prominentesten Vertretern der Jung-Wiener-Literatur, wie Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal oder Hermann Bahr, abrechnete.
In Band 2 geht es um eine literarische Wiederentdeckung. Das Pamphlet "Österreichischer Parnass" wird vorgestellt, das eine despektierliche Beschreibung der österreichischen Vormärzdichter und ihrer Position zu Absolutismus, Zensur und Überwachungsstaat enthält.
Beide Bände sind mit kurzen informativen Artikeln über den Literaturbetrieb, Zensurmaßnahmen, biographischen Hinweisen, weiterführenden Literaturangaben sowie mit einer Skizze des historischen Hintergrundes versehen.
Die beiden ersten Bände sind als Anstoß gedacht, vergessene Pamphletisten wiederzuentdecken, beziehungsweise Zeitkritikern einen publizistischen Rahmen zu geben.
Die Herausgeber (Iris Fink und Hans Veigl) planen daher in regelmäßigen Abständen sowohl historische als auch aktuelle Satiren und Polemiken verschiedenster Autoren und Autorinnen der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen
.

Band 1
Karl Kraus, Die demolirte Literatur.
Herausgegeben und kommentiert von Hans Veigl.

Nachdruck der fünften und letzten Buchauflage, Wien 1899.
Samt Kommentar, einem Anhang: Felix Salten, "Aus den Anfängen", dem Stichwort "Kaffeehausliteratur & Literaturkaffeehäuser in Wien" sowie dem Beitrag: Karl Kraus, Jung-Wien und das neu gegründete 'Jung-Wiener Theater zum lieben Augustin'.

LESEPROBE

Band 2
Oesterreichischer Parnass,
bestiegen von einem heruntergekommenen Antiquar.
Frey-Sing bei Athanasius & Comp. o. J. (1842)
Ein freimütiges Pamphlet über Österreichs Literaten im Vormärz.
Herausgegeben und kommentiert von Hans Veigl
.

Der Text folgt der von R. M. Werner 1912 im Auftrag der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft in der Reihe "Der österreichische Parnaß, verspottet in Wort und Bild" edierten Ausgabe.
Der Band enthält zudem biographische und literaturhistorische Vermerke, Hinweise zu Zensur und Gesellschaft im Vormärz u. a.

LESEPROBE


 

 

 



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