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ÖKA
vor dem AUS 10
Jahre ÖKA - Kein Grund zum Feiern! Am 1. Mai
2000 nahm das ÖKA seinen Betrieb auf. 2010 wird es ihn vermutlich
einstellen müssen, denn das ÖKA hat bald Kein Dachl über´m
Kopf
Mit der neunten Ausstellung beendet das Österreichische
Kabarettarchiv voraussichtlich seine langjährige Tätigkeit, nachdem
sein bisheriges Dachl über´m Kopf von der Gemeinde Straden
ab Herbst einer neuen Bestimmung zugeführt wird und keinerlei geeignete Ersatzräumlichkeiten
gefunden werden konnten.
Im Jahre 2000 in Graz gegründet und aufgebaut,
hatte die Gemeinde Straden dem Österreichischen Kabarettarchiv im November
2004 eine neue Wirkungsstätte angeboten. Seither erfolgten an diesem Ort
neun Ausstellungen, die auch innerhalb Österreichs und ins Ausland vermittelt
wurden und kontinuierlich immer mehr Besucher und Besucherinnen anzogen, auch
wenn in gleichem Maße die Subventionstätigkeit der zuständigen
Stellen abzunehmen begann. Die rund halbjährlichen Ausstellungen waren von
Eigenpublikationen, Plakaten und Broschüren begleitet.
Das ÖKA
bot als einziges Spezialarchiv und Dokumentationszentrum seiner Art in Österreich
für Kulturhistoriker und Kleinkunst-Interessierte eine Fachbibliothek, eine
Zeitungsdokumentation von 1900 bis heute, eine Audio- und Videothek, Sammlungen
von Texten, Autographen, Chansons, Noten, Programmheften, Fotos, Plakaten, Vor-
und Nachlässen und anderes mehr an.
Die Bestände des ÖKA
waren bislang der interessierten Öffentlichkeit und der wissenschaftlichen
Forschung ganzjährig zugänglich. Die Sammlungs- und Auskunftstätigkeit
stand dabei mit den Fachpublikationen im Mittelpunkt unserer Arbeit, daneben ermöglichte
das ÖKA hierorts Führungen, Auftritte von Kabarettkünstlern, organisierte
u. a. auch landesweite Rundfunk-Direktübertragungen und war bei wissenschaftlichen
Veranstaltungen, bei Ehrungen und Preisverleihungen an Kabarettisten im In- und
Ausland vertreten.
Gespräche
über die Zukunft des ÖKA laufen, aber die Auflösung des ÖKA
und der Verlust der Sammlung drohen weiterhin.
Reaktionen
und Presseberichte (werden laufend ergänzt)
Arbeitsgemeinschaft
der Literatur- und Kulturarchive KOOP-LITERA Österreich http://www.onb.ac.at/koop-litera/start-oesterreich.html
Erklärung
zum Österreichischen Kabarettarchiv in Straden Es
war ein kulturpolitisch äußerst begrüßenswertes Signal,
als im November 2004 die steirische Gemeinde Straden dem im Jahr 2000 in Graz
gegründeten Österreichischen Kabarettarchiv (ÖKA) eine neue Wirkungsstätte
anbot. Seither erfolgten an diesem Ort neun Ausstellungen, die auch im In- und
Ausland vermittelt wurden und kontinuierlich immer mehr Besucher und Besucherinnen
anzogen. Alle Ausstellungen waren von Eigenpublikationen, Plakaten und Broschüren
begleitet. Das ÖKA ist das einzige Spezialarchiv und Dokumentationszentrum
seiner Art in Österreich für Wissenschaftler und Kleinkunst-Interessierte,
denen es eine Fachbibliothek, eine Zeitungsdokumentation von 1900 bis heute, eine
Audio- und Videothek, Sammlungen von Texten, Autographen, Chansons, Noten, Programmheften,
Fotos, Plakaten, Vor- und Nachlässen und anderes mehr anbietet. In dieser
Funktion ist dem ÖKA hierzulande die Relevanz zu bestätigen, die das
Deutsche Kabarettarchiv in Mainz für Deutschland besitzt. Unverständlich
ist vor diesem Hintergrund der neueste Akt der Gemeinde Straden, die dem ÖKA
zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten als "Eigenbedarf"
zu beanspruchen, ohne geeignete Alternativen anzubieten, d.h. dass das ÖKA
in wenigen Monaten "obdachlos" und damit wertvolle kulturelle Arbeit
ins Abseits gestellt zu werden droht. Die Archiv-Arbeitsgemeinschaft "KOOP
LITERA Österreich" protestiert gegen diese Vorgehensweise der Gemeinde
Straden und appelliert gleichzeitig an alle politisch Verantwortlichen, das ÖKA
finanziell und räumlich aufrecht zu erhalten. Dem ÖKA wünschen
wir ein stabiles, langfristiges und finanziell abgesichertes Zuhause! KOOP
LITERA Österreich vertreten durch
Univ.-Prof. Dr. Klaus Amann Robert
Musil-Institut für Literaturforschung / Kärntner Literaturarchiv
(Klagenfurt) Leiter
Dr. Marcel Atze Handschriftensammlung der
Wienbibliothek im Rathaus (Wien) Leiter
Dr. Andreas Brandtner, MSc Bibliotheks-
und Archivwesen der Universität Wien Stellvertretender Leiter
OR
Mag. Dr. Thomas Csanády Karl-Franzens-Universität Graz ZEBS
/ Zentrum für die Erforschung des Buch- und Schrifterbes UBG-SOSA / Universitätsbibliothek
Graz, Abteilung für Sondersammlungen Stellvertretender Leiter
Dr.
Petra-Maria Dallinger Adalbert-Stifter-Institut / Oberösterreichisches
Literaturarchiv (Linz) Leiterin
Ass.-Prof. Dr. Gerhard Fuchs Franz
Nabl Institut für Literaturforschung (Graz) Stellvertretender Leiter
Univ.-Prof.
Dr. Johann Holzner Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität
Innsbruck (Innsbruck) Leiter
Dr. Martin Huber Thomas-Bernhard-Archiv
(Gmunden) Leiter
Mag. Robert Huez Dokumentationsstelle für neuere
österreichische Literatur Literaturhaus Wien Leiter
HR
Priv.-Doz. Dr. Volker Kaukoreit Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek
(Wien) Stellvertretender Leiter
Dr. Ulrike Längle Franz-Michael-Felder-Archiv der
Vorarlberger Landesbibliothek (Bregenz) Schriftstellerin und Mitglied des FMFA-Leitungs-Teams
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.
Deutsches
Literaturarchiv Marbach Marbach am Neckar
Sehr geehrte Frau Fink,
auch
im Namen von meinem Kollegen Herman Moens, von dem ich schöne Grüße
an Sie ausrichten soll, danke ich Ihnen für den Band "Bronner, Merz,
Qualtinger und Co.", den wir sehr gerne in unsere Bibliothek aufnehmen.
(...) Ihrer Homepage haben wir entnommen, dass das Weiterbestehen des ÖKA
stark gefährdet ist und bedauern das sehr. Hoffentlich findet sich doch noch
eine Lösung!
Mit den besten Wünschen aus Marbach, Regina Cerfontaine
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Alan
Lareau Professor of German, University of Wisconsin Oshkosh The Wild Stage:
Literary Cabarets of the Weimar Republic (1995), Kurt Tucholsky-Discographie (1997),
Mitherausgeber der CD-Reihe Klein(aber)Kunst
"Die Stunde schlägt:
Rettet das Österreichische Kabarettarchiv!
Die
satirische darstellende Kunstform Kabarett ist ein einzigartiger Zeuge seiner
Zeit. Von den Wiener Bühnen "Fledermaus" und "Hölle"
der Jahrhundertwende bis zur vitalen Kleinkunstszene von heute hat besonders das
österreichische Kabarett einen illustren und einflussreichen Stammbaum: Künstler
wie Fritz Grünbaum, Karl Kraus, Ralph Benatzky, Cissy Kraner, Oskar Kokoschka,
Jura Soyfer oder Helmut Qualtinger - um nur ein paar zu nennen - haben das Ihre
dazu beigetragen. Dieses Erbe muss festgehalten und gepflegt werden! Die Dokumentation
und die Erforschung von Werken der Autoren, Schauspieler, Musiker, Bühnenbildner,
Grafiker, Kostümbildner sowie der Geschichte ihrer Lokale ist Herzensangelegenheit
des Österreichischen Kabarettarchivs. So wünsche ich dem ÖKA ein
stabiles und langfristiges Zuhause. Die Sammlung und die Mitarbeiter verdienen
breite und großzügige Unterstützung."
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.
Prof.
Dr. Minyoung Chung Dept. of German Hankuk University
of Foreign Studies 270 Imun-dong, Dongdaemun-gu, Seoul, 130-791, Korea
"Die
Nachricht, dass dem ÖKA das AUS droht, hat mich sehr erschüttert. Ich
konnte dort doch einige relevante Forschungsergebnisse für meine wissenschaftlichen
Arbeiten erzielen. Für die koreanischen Theaterleute, denen das Kabarett
als Darbietungskunst ganz fremd war, wurden meine Arbeiten über das österreichische
Kabarett ein guter Ansporn. Das bedeutet, dass das ÖKA als eine wichtige
kulturelle Brücke zwischen Korea und Österreich eine große Rolle
gespielt hat. Ich bin überzeugt, das ÖKA hat eine wichtige Funktion
des internationalen Kulturaustauschs. Die Kultur kann man nicht mit Geld kaufen. Das
ÖKA hat eine Möglichkeit, sich noch immer zu entwickeln und muss sich
noch weiter entwickeln. Ich hoffe, es findet sich noch eine gute Lösung.
Dies wünsche ich aus ganzem Herzen dem ÖKA und seinen Mitarbeitern!"
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Dr.
Brigitte Mayr (wissenschaftliche Leitung) SYNEMA - Gesellschaft für Film
und Medien, Wien
"Liebe Kolleginnen und Kollegen,
es
ist beschämend, dass überhaupt zur Diskussion steht, dass Ihre für
so viele Institutionen und EinzelwissenschafterInnen sowie interessierte Privatpersonen
wichtige Dokumentationsstelle verschwinden soll. Gerade auf einem Arbeitsgebiet
SYNEMAs, der Filmexilforschung, zeigt sich, wie viele Parallelen es zwischen
Ihren und unseren Recherchen und Forschungsfeldern gibt - etwa zu der in Ihrer
Ausstellung Verdrängte Jahre (der Titel scheint unter den jetzigen
Umständen beinahe programmatisch) thematisierten Vertreibung zahlreichen
Theater- und Filmschaffenden in den Jahren 1918-1938 und wie hilfreich
es sein kann, auf gut zusammengetragenes (und manchmal sonst unwiederbringlich
verlorenes) Material zurückgreifen zu können. In der Hoffnung, dass
sich bald eine Lösung finden wird, denn das Weiterbestehen des ÖKA darf
gar nicht in Zweifel gezogen werden."
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Peter
Blau Kulturjournalist,
ORF-Redakteur, Jury-Mitglied "Deutscher Kleinkunstpreis" und "Österreichischer
Kabarettpreis"
"Verlust
der Sammlung ... nicht auszudenken !"
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.
Silvia
Lahner Leiterin der Ö1 Feature Redaktion, Jurymitglied der AUDS (Arbeitsgemeinschaft
für Unterhaltung deutschsprachiger Sender) für den "Salzburger
Stier
"Das
Österreichische Kabarettarchiv ist nicht nur für die journalistische
Arbeit von großem Wert. Diese Institution dokumentiert die Geschichte und
Gegenwart des österreichischen Kabaretts, verfügt über eine ausgezeichnete,
kenntnisreich selektierte Sammlung und macht diese Materialien der Fach-Öffentlichkeit,
aber auch dem Publikum zugänglich. Im Österreichischen Kabarettarchiv
findet eine optimale Vernetzung von Information und Wissen über ein Genre
statt, das ein wesentlicher Teil unserer Kulturgeschichte ist. Der Fortbestand
des Österreichischen Kabarettarchivs ist ein Dienst am österreichischen
Geschichtsbewusstsein, an allen, die aus der Geschichte lernen wollen. Es dient
außerdem der Erinnerung an so genannte "Kleinkünstler", die
oft große Künstler waren und die kommende Krisen manchmal deutlicher
vorhersahen als Politiker oder Wissenschaftler."
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.
Thomas
Maurer | Alfred Dorfer |
Fritz Egger, Affront-Theater Salzburg "Als Kabarettist und Kulturschaffender
protestiere ich entschieden gegen die drohende Schließung und Auflösung
des Österreichischen Kabarettarchivs (ÖKA) und ersuche die politisch
Verantwortlichen, eine nachhaltige und befriedigende Lösung im Sinne aller
Kleinkunst-Interessierter zu finden."
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.
Lukas
Resetarits
"Als Kabarettist und Kulturschaffender protestiere ich
entschieden gegen die drohende Schließung und Auflösung des Österreichischen
Kabarettarchivs (ÖKA) und ersuche die politisch Verantwortlichen, eine nachhaltige
und befriedigende Lösung im Sinne aller Kleinkunst-Interessierter zu finden. Eines
sollte nicht übersehen werden: Die österreichische Kabarettszene erreicht
jährlich ein Publikum von mehreren hunderttausend Personen und über
das ÖKA ergibt sich damit ein beträchtlicher Werbeeffekt für Straden
und die ganze Region."
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.
Ludwig
W. Müller (Salzburger Stier-Preisträger 2008)
"S.g.
Verantwortliche in der Kulturpolitik!
Als Kabarettist, der gerade in der
Steiermark seine glücklichsten Momente erlebt hat, fände ich die Schließung
des ÖKA in Straden schlichtweg eine Katastrophe. Viele meiner deutschen Kollegen
haben das Archiv schon auf ihren Urlauben besucht und mir ihren Neid ausgedrückt,
da es so etwas in der Form in Deutschland nicht gibt. Sogar während unserer
Hochzeitsreise haben meine Frau und ich dorthin einen Abstecher gemacht.
Wer
immer etwas gegen die Schließung des Archivs tun kann, möge dafür
einstehen, dass die jahrelange, aufopfernde Arbeit der Iris Fink und ihres Mitstreiters
Hans Veigl nicht umsonst war.
Meine allerbesten Wünsche dazu!"
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.
Pepi
Hopf
"Die Schließung des ÖKA wär nicht nur sehr traurig,
sondern vielmehr ein großer Verlust und eine noch größere Schande.
Ungehobelt könnte man es auch eine Hundssauerei bezeichnen. Politische
Entscheidungsträger sind angehalten, sich tatkräftig zu einer bedeutenden
Kunstgattung dieses Landes zu bekennen.
Mit
dem ÖKA würde das Kulturland Österreich unwiederbringliche Zeitzeugnisse
einer ihrer urtypischsten Kunstformen verlieren. Das darf nicht passieren!"
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.
Ady
Pocta, Kabarett "Die Giftzwerge", Wien
"Als
Kabarettist und Kulturschaffender protestiere ich "giftig" und entschieden
gegen die drohende Schließung und Auflösung des Österreichischen
Kabarettarchivs (ÖKA) und ersuche die politisch Verantwortlichen, eine nachhaltige
und befriedigende Lösung im Sinne aller Kleinkunst-Interessierter zu finden.
Für ein Land mit großer Kabarett-Tradition wäre es eine Schande
und ein großer Verlust, wenn es keine Institution gäbe, die diese Kunstsparte
betreut und die das ganze "Drum-Herum" archiviert."
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Severin
Groebner
"Ich finde es sehr beschämend wie das Land Österreich
mit dem Nachlaß seiner Kabarettisten umgeht. In Deutschland wäre
ein solches Vorgehen undenkbar (das Kabarettarchiv in Mainz ist eine angesehene
und von der öffentlichen Hand unterstützte Institution).
Ein
Archiv ist das Gedächtnis einer Kunstrichtung und ohne Gedächtnis ist
man dumm und ohne Identität. Abgesehen
davon ist ein Archiv kabarettistischer Texte obendrein ein Speicher für Zeit-,
Geistes- und Mentalitätsgeschichte. Also weit über den rein "kabarettistischen"
Aspekt hinaus gesellschaftlich relevant."
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Erna
Wipplinger und I Stangl
Österreichs Kulturleben wurde und wird immer
noch geprägt von KabarettistInnen. Wir können jetzt nicht alle aufzählen.
Diese wichtige Arbeit der Archivierung und Dokumentation des österreichischen
Kabarettschaffens hat sich Frau Dr. Iris Fink zur Aufgabe gestellt und hat es
trotz vieler Widerstände geschafft diese Institution über ein Jahrzehnt
zu erhalten und auszubauen. Zurzeit ist wieder die Existenz dieses einmaligen
Archivs in Gefahr. Für ein Kulturland ist es eine Schande, wenn es diese
Institution nicht mehr gibt.
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Auswahl
aus unserem aktuellen Ausstellungs-Gästebuch "Straden
hat bald weniger zu lachen." 3. Juni 2010 Seit
30 Jahren Gast in unserem geliebten Straden wird uns diese einmalige Institution
fehlen. Wir haben oft hier geschmunzelt. (
) Was kommt als nächstens?
Bzw. geht? L.D.+H.N., 9. Juni 2010 Sehr
gute Ausstellung. Schade, dass ihr weg müsst. Ignoranz u. Geschäftsmacherei
triumphieren wieder einmal über Engagement u. Kultur. B.& W.P., Wien,
Juni 2010 Schade,
dass es keine Ausstellungen mehr geben wird; aber einem Seniorenheim hat natürlich
Kabarett an Unterhaltungswert nichts entgegenzusetzen. Soweit zur Wiederbelebung!
(Vor meinem geistigen Auge sehr ich bereits rockende, räderschlagende Senioren.) A.V.,
Wien, 11. Juni 2010 Vielleicht
findet sich doch noch ein Standort, der nicht nur zentraler liegt, sondern wo
nicht die Gefahr besteht, Trivialitätssetzungen einer Gemeinde weichen zu
müssen. Dr. H.W., Wien, 12. Juni 2010 WOS
BRAUCH I DES?
kann man hier sicher nicht sagen! 15. Juni 2010 Das
ÖKA darf nicht STERBEN! Dr. H.S., Rechnitz, 18. Juni 2010 Tolle
Ausstellung! Viele Subventionen wären hier sinnvoller verwendet worden als
anderswo! Sehr, sehr schade drum. Aber vielleicht
???? B.S., 20. Juni
2010 Durch
Zufall entdeckt, erstaunt, dass in so einem Winkel das Österr. Kabarettarchiv
zu finden ist - und sofort enttäuscht und ärgerlich, dass es bald nicht
mehr zu finden sein wird - österr. Kulturpolitik
Alles Gute und
hoffentlich bald eine andere alternative Bleibe! Tolle Ausstellung! V.S.,
Wien, 20. Juni 2010 Wunderbare
Erinnerungen kommen auf! Schade dass das nicht bleiben kann. Juni 2010 Die
"Penserl" haben eh' genug Platz hier zum Leben lasst doch der
Ö-Kultur den Platz also weiter hier offen lassen. Meint eine Truppe
aus Düsseldorf 26. Juni 2010 Straden
ist schön, das Kabarett ist toll u. bringt uns zum lachen! Toll!! Fam.
E., Mühlviertel, OÖ, 26. Juni 2010 ÖKA
- Super Ideen - weiter so !!! Bis zum nächsten Mal !! A.P., Salzburg,
26. Juni 2010 Eine
großartige Idee! Es ist wahrlich zu hoffen, dass dieses kulturelle Kleinod
erhalten bleibt. 27. Juni 2010 Eine
wirklich sehr schöne Ausstellung, und sie gibt dem Ort Straden einen wunderbaren
Hauch kultureller Zeitgeschichte. F. & M.E., 27. Juni 2010 Auf
20 qm geballte österr. Kultur- u. Mediengeschichte! Wenn man genau liest,
ist auch die ernste Über-Literatur präsent (Thomas Mann, Kehlmann) -
! Schade, dass dieser exzentrische Ort einer wichtigen Archiv-Arbeit bald Vergangenheit
sein wird. L.A,, Leibnitz, Juni 2010 Eine
besondere Überraschung! Großartige Idee in Straden Kabarett-Geschichte
vom Feinsten zu präsentieren! Gratuliere! Ch. H., 9. Juli 2010 Wie
immer Super! Ch. & F., 21. Juli 2010 Schön
gemacht. Vielen Dank! I. & C., OÖ/Wien, 24. Juli 2010 Waren
schon vor 3 Jahren in der damaligen super Ausstellung. Wieder herrlich. Schade,
daß Ihr aufhört. 25. Juli 2010 Ein
ganz großes Kompliment den Gestaltern dieser Ausstellung! Wie eng ist
eigentlich der Horizont der Gemeindeverantwortlichen, die meinen, aufs Archiv
verzichten zu können? Kultur - nie gehört. Typisch! R.L., Graz,
28. Juli 2010 Ihr
hört auf? Das kann nur ein Scherz sein! M.H., Wien, 29. Juli 2010 Das
ÖKA muss bleiben! H.u.S.B., Rosenheim, D., August 2010 Ein
Ort zu, Verweilen und Liebgewinnen. Warum zusperren????? Fam. H., 8. August
2010 Unerwartet
- und großartig! G.E., 12. August 2010 Auf
dieses originelle Archiv in Straden zu stoßen, hat uns gefallen. A.+P.,
15. August 2010 Mit
den besten Wünschen für die vorerst noch ungewisse Zukunft. ad multos
annos dem öka E.St., 17. August 2010
Wir wünschen
baldein sicheres "Dachl über'm Kopf" dem ÖKA! Toi, toi, toi E.+E.B.
21. August .2010
Eine schöne Ausstellung und wunderbare akkustische
Begleitung - ob ein Seniorenheim lebendinger ist - in Straden ja vielleicht. Viele
gute Wünsche aus D., St.St., 22. August 2010
Auch wir waren da
- und zwar mit dem Radl. Tolle Ausstellung u. Musik! H.u.A., Zell/Moos, OÖ,
25. August 2010 :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Presseberichte:
07.06.2010, Die Presse: "Österreichisches Kabarettarchiv auf Herbergssuche"
(Veronika Schmidt) Nach
zehn Jahren muss das Österreichische Kabarettarchiv den Betrieb einstellen,
wenn niemand das wertvolle Kulturgut retten will. Soeben wurde die (letzte) Ausstellung
"Bronner, Merz, Qualtinger & Co." eröffnet. http://diepresse.com/home/kultur/news/571446/index.do
02.06.2010,
Kleine Zeitung: "Nicht
mehr viel zu lachen" (Robert Lenhard), http://www.kleinezeitung.at/steiermark/radkersburg/straden/2366348/nicht-mehr-viel-zu-lachen.story
02.06.2010,
Kleine Zeitung: "Österreichisches Kabarettarchiv in Straden muss ausziehen"
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/radkersburg/straden/2366235/oesterreichisches-kabarettarchiv-straden-muss-ausziehen.story
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::. Fünf
Jahre ÖKA in Straden konnten wir im vergangenen Spätherbst feiern. Und
das waren fünf Jahre des Erfolgs, des kontinuierlichen Ansteigens der Besucher/innen
bei den mittlerweile acht Ausstellungen und der Nutzer/innen des ÖKA. Aber
nicht nur in Straden konnten unsere Ausstellungen besichtigt werden, sie gingen
nach Graz, Salzburg, Mainz, Bernburg/Saale oder Budapest. Ab 4. Juni gibt
es nun eine neue Ausstellung. :::::
aktuelle ÖKA-Ausstellung
:::::
BRONNER,
MERZ, QUALTINGER & Co. Ein namenloses
Erfolgsensemble in den 50er Jahren
4.
Juni - 26. Oktober 2010 | Galerie in der Kirchenmauer
| Straden täglich: 10 - 17 Uhr | Eintritt
frei
Anfang
der 1950er Jahre, nach gelungenem Wiederaufbau und rapidem Abflauen des Kabarettbooms,
mit Beginn der Wirtschaftswunderjahre, scheint das Kabarett seine Schuldigkeit
getan zu haben, denn landläufig herrscht nunmehr die Meinung vor, dass nur
in schlechten Zeiten reichlich (gutes) Kabarett vorhanden sei. Das erwies
sich allerdings als Mythos, der die jeweiligen politischen und gesellschaftlichen
Begleiterscheinungen, in diesem Fall: Kriegsende, Entnazifizierung, Besatzung,
Wiederaufbau et cetera, nicht berücksichtigt. Anfang der 1950er Jahre
ist der Weg frei für Neues in allen Lebenslagen, für ein neues, modernes
Lebensgefühl und auch für inhaltlich wie formal neues Kabarett, das
erstmals multimedial präsent sein wird.
Der Schwerpunkt dieses Ausstellungsprojekts
liegt in den "wilden Fünfzigern", dem Lebensgefühl dieser
Jahre und dem später so genannten "namenlosen Ensemble" um Bronner-Merz-Qualtinger
und seinen legendär-klassischen Programmen von "Brettl vor'm Kopf"
bis "Hackl vor'm Kreuz". Auch die Frage, ob sich die Themen und
Texte durch das Ende der Zensur und der Besatzungszeit verändern. Und: Welche
gesellschaftlich und politisch relevanten Themen finden Eingang in Kabaretttexte
("Halbstarke", "Adriaurlaube", "Kalter Krieg" usw.).
Das Kabarett dieser Epoche erfährt erstmals multimediale Präsenz.
Es ist im Radio wie auf Schallplatten zu finden, wird in Zeitungen nicht nur besprochen
und kritisiert, sondern scheint dort auch als eigene Kolumne auf und ist im jungen
Fernsehen präsent. Kabarett kann nun erstmals in Stadt und Land, zu Hause
oder im Café- wie Gasthaus (egal, ob in Wien, Tribuswinkel, Edelschrott
oder St. Gilgen) genossen werden. Kabarett im Fernsehen wird mit der Zeit
so populär, dass es ab Mitte der 1960er Jahre eher dort als auf einer Bühne
zu sehen sein wird.
Gezeigt werden neben Bild/Texttafeln, die sowohl das
"namenlose Ensemble" wie auch Portraits einzelner Protagonisten darstellen,
zahlreiche Exponate sowie Bild- und Tondokumente.
Ein
Begleitheft mit gleichem Titel ist im ÖKA
erhältlich.
Kuratoren:
Dr. Iris Fink, Dr. Hans Veigl
ÖFFNUNGSZEITEN
UND BENÜTZUNG im
Juli und August nur
nach vorheriger Vereinbarung Montag - Freitag: 12 - 17 Uhr
| |
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02.09.2010
| Die lange Nacht des Kabaretts
"Die lange Nacht des Kabaretts" | 19:30 | Kabarett Niedermair,
Wien
06.09.2010 | Jürgen Vogl
"Gebt den Kühen ihre Milch zurück!" | 19:30 | Kabarett
Niedermair, Wien 07.09.2010 | Simpl-Ensemble
"Nach der Krise" | 20:00 | Kabarett Simpl, Wien
07.09.2010
| Leo Lukas & Simon Pichler
"Nackte zahlen" | 20:00 | Hin & Wider im Theatercafé,
Graz
08.09.2010 | Susanne Draxler
"Prinzen sind selten!" | 19:30 | Theater am Spittelberg, Wien
16.09.2010 | I Stangl
"Der Irrtum Mann" | 20:00 | Kulisse, Wien
16.09.2010
| Malediva "Die fetten
Jahre" | 20:00 | RadioKulturhaus, Wien, Österreich-Premiere
21.09.2010 | Ludwig Müller
"Der Paragraphenreiter" | 19:30 | Kabarett Niedermair, Wien
21.09.2010 | Clemens Maria Schreiner
"Stufenlos" | 20:00 | Hin & Wider im Theatercafé,
Graz
23.09.2010 | Hauptmann
"80-90-00" | 20:00 | Kulisse, Wien
27.09.2010 | Gerald
Fleischhacker "...alles muss raus!"
| 20:00 | Kulisse, Wien
28.09.2010 | BlöZinger
"Und wenn sie nicht gestorben sind..." |19:30 | Theater am Alsergrund,
Wien
28.09.2010 | Mike Supancic
"Traumschiff Supancic" | 20:00 | Hin & Wider im Theatercafé,
Graz
01.10.2010 | Zieher & Leeb "Wer
weiß was?" | 20:00 | Theater Center Forum, Wien
07.10.2010
| Krizik & Knotzer
"Ruhe in (Un)Frieden" | 19:30 | Brennessel, Wien
08.10.2010
| Kernölamazonen "Jagdlust" | 20:00 | Metropoldi, Wien
11.10.2010 | Die Echten
"Tapetenwechsel" | 20:00 | Kulisse, Wien
13.10.2010
| Thomas Stipsits "Bauernschach"
| 19:30 | Kabarett Niedermair, Wien
14.10.2010 | Holger
Edmaier "Spielwiese - ein Eldorado für
Bekloppte" | 20:00 Jazz-Club Kammerlichtspiele, Klagenfurt, Österreich-Premiere
16.10.2010
| Oliver Polak "Jud
süß sauer" | 20:00 | Rabenhof, Wien,
Österreich-Premiere
17.10.2010 | Bernie
Magenbauer neues Programm | 19:30 | Theater am
Alsergrund, Wien 20.10.2010 | Helmuth
Vavra "Vavras Bettgeschichten" |
20:00 | Kulisse, Wien
20.10.2010 | Olaf
Schubert "Meine Kämpfe"
| 20:00 | Orpheum Graz, Österreich-Premiere
22.10.2010 | Ingo Appelt
"Männer muss man schlagen" | 20:00 | Orpheum, Wien, Österreich-Premiere
23.10.2010 | Bülent Ceylan
"Kebabbel net" | 20:00 | Wiener Stadthalle,
Österreich-Premiere 25.10.2010 | Otti
Schwarz "Der ideale Mann" |
19:30 | Gruam, Wien
05.11.2010 | Ralf
Schmitz "Schmitzophren" | 20:00
| republic, Salzburg, Österreich-Premiere 10.11.2010 | Fredi
Jirkal "Das Ungeheuer von Wellness"
| 20:00 | Kulisse, Wien
13.11.2010 | Winkler
& Feistritzer neues Programm| 19:30
| Gruam, Wien
13.11.2010 | Dr.
Eckart von Hirschhausen "Liebesbeweise"
| 20:00 | Gasometer, Bank Austria Halle, Wien, Österreich-Premiere
15.11.2010
| Tanja Ghetta "Eingefädelt" | 20:00 | Spektakel 2.0, Wien
19.11.2010 | Michael Mandak
"Fieberhaft" | 19:00 | Straßganger
Kulturzentrum, Graz
20.11.2010 | Rüdiger
Höfken "Wenn Männer zu sehr kuscheln"
| 19:30 | Theater am Alsergrund, Wien, Österreich-Premiere
27.11.2010
| Henning Venske & Jochen Busse "Inventur" | 20:00 | Pothof,
Linz, Österreich-Premiere
02.12.2010 | Susanne Pöchacker
"Sie werden dran glauben müssen!" | 20:00 | Hin & Wider im
Theatercafé, Graz
03.12.2010 | Hans Werner Olm "VOLLgas
im LEERlauf" | 20:00 | ARGEkultur Gelände Salzburg, Österreich-Premiere
10.12.2010 | Sigi Zimmerschied "Lachdichter" | 19:30 | Kabarett
Niedermair, Wien, Wien-Premiere 2011
13.01.2011 | Wolfgang Feistritzer "Kärnten. What else!"
| 19:30 | Gruam, Wien, Wien-Premiere 23.02.2011 | Holger Paetz
"Gott hatte genug Zeit" | 20:00 | Theater Forum Schwechat, Satirefestival,
Österreich-Premiere 25.02.2011 | Alfred Mittermeier "Sündenbockerei"
| 20:00 | Kulisse, Wien, Wien-Premiere
01.03.2011 | Martin Kosch
neues Programm | 20:00 | Hin & Wider im Theatercafé, Graz
04.03.2011 | Sarah Hackenberg "Knut, Heinz, Schorsch und die anderen"
| 20:00 | Theater Forum Schwechat, Satirefestival, Österreich-Premiere
10.03.2011 | Sigi Zimmerschied "Reisswolf" | 19:30 | Kabarett
Niedermair, Wien, Wien-Premiere 10.03.2011 | Joesi Prokopetz
"Übrigens, aber das nur nebenbei" | 20:00 | Orpheum, Wien
14.03.2011 | Gregor Seberg "Önorm, he!" | 20:00 | Vindobona,
Wien
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